Unternehmensprofil
Jola Spezialschalter wurde am 3. Dezember 1952 von Karl und Liselotte Mattil in Lambrecht (Pfalz) als Schwesterfirma der Textilfabrik Gebrüder Haas gegründet, um einen von dem Elektrotechniker Josef Lambrecht entwickelten wasserdichten Endschalter sowie einen darauf basierenden Füllstandsregler zu vermarkten — der Firmenname „Jola" leitet sich von „Josef Lambrecht" ab. Karl Mattil (1897–1982), Großvater des heutigen Geschäftsführers, war erster Geschäftsführer des Unternehmens. Heute beschäftigt Jola rund 70 Mitarbeitende am Standort Lambrecht und gilt als bekannter Hersteller im Bereich Füllstandsregelung und Leckageerkennung aller Flüssigkeitsarten. 2022 beging das Unternehmen sein 70-jähriges Bestehen.
Produkte von Jola Spezialschalter
7 PRODUKTE · 2 SENSORTYPENJola bietet neben Leckageerkennung auch Füllstandsregelung und Grenzwertschalter für zahlreiche weitere Anwendungen. LeakLink zeigt 7 Produkte aus dem Bereich Leckagedetektion: die Kernserien Leckmaster und Leckstar 101, das separate Plattenelektroden-Relais Leckstar 201, den ortenden Liniensensor Localizer 255/2, den Kontamination-diskriminierenden STK, die Kondenswassersensoren KWS sowie die Schnittstellenfamilie Leckwatcher/Liqui-Switch/L-Pointer.
Jola Kondenswassersensoren (KWS)
Flacher Kammelektroden-Sensor speziell für Kondenswasser, z.B. unter Klimageräten, sechs Baugrößen.
Jola Leckmaster (kapazitiv)
Kapazitive Sonde erkennt leitfähige und nicht leitfähige Flüssigkeiten (z.B. Öl), DIBt-zugelassen.
Jola Leckstar 101 (konduktiv)
Elektroden-Leckagesonde für leitfähige Flüssigkeiten (Wasser, Säuren, Laugen), DIBt-zugelassen, robust und einfach.
Jola Leckstar 201 (Plattenelektroden)
Plattenelektroden-Leckagesonde mit eigenem Elektrodenrelais, konduktiv, ohne DIBt-Zulassung.
- IP
- IP20
Jola Leckwatcher / Liqui-Switch / L-Pointer
Schnittstellenfamilie (SPS, Relais, NAMUR) für Jolas konduktive/kapazitive Elektroden — keine eigene Sensortechnik, sondern Integrationsvarianten.
Jola STK Leckage-Detektor
Erkennt hoch leitfähige Kontamination (Glykol, Säure, Gülle) in schwach leitfähigem Hintergrundwasser, Schwellenwert-Prinzip.
Technologien
Die meisten Jola-Produkte sind Punktsensoren, unterscheiden sich aber im Messprinzip: Leckmaster misst kapazitiv (Veränderung der Dielektrizitätszahl) und erkennt dadurch sowohl leitfähige als auch nicht leitfähige Flüssigkeiten wie Öle oder Lösungsmittel. Leckstar 101, Leckstar 201, STK und die KWS-Kondenswassersensoren messen konduktiv über Elektroden, die bei Kontakt mit einer elektrisch leitfähigen Flüssigkeit einen Stromkreis schließen — Leckstar 201 nutzt dabei flache Plattenelektroden statt der Stabelektroden von Leckstar 101, der STK zusätzlich mit einstellbarem Leitfähigkeits-Schwellenwert zur Unterscheidung von Kontaminant und Hintergrundwasser. Der Localizer 255/2 ist dagegen ein Kabel-Zonensensor: ein durchgängiges Sensorkabel, das nicht nur eine Leckage meldet, sondern auch deren Position entlang des Kabels in Metern angibt. Leckwatcher, Liqui-Switch und L-Pointer sind schließlich keine eigene Sensortechnik, sondern elektronische Ausgangsschnittstellen (SPS/DDC, Relais, NAMUR) für die konduktive und kapazitive Elektrodenpalette.
Einsatzgebiete
Laut Herstellerangaben Auffangwannen und Leckageräume in Industrie und Gebäudetechnik, wässrige Chemikalienlager (Säuren, Laugen), ölhaltige Medien, Rohrisolierungen und Doppelböden (Localizer), landwirtschaftliche Wassersammelsysteme (STK), Auffangwannen unter Klimageräten (KWS) sowie explosionsgefährdete Bereiche in den jeweiligen Ex-Varianten.
Integration
Die Systeme bestehen aus Sonde und separatem Messumformer bzw. Elektrodenrelais mit potentialfreien Schaltausgängen, die sich laut Hersteller für Alarmierung, Magnetventilansteuerung oder Anlagenabschaltung nutzen lassen; der Localizer 255/2 ergänzt dies um einen 0–10V-Analogausgang für die Leckposition. Mit der Schnittstellenfamilie Leckwatcher/Liqui-Switch/L-Pointer lässt sich die Elektrodenpalette zudem gezielt an SPS/DDC-Steuerungen, Feldbusse oder NAMUR-konforme Prozessleitsysteme anbinden. Eine tiefere IoT- oder Cloud-Anbindung wie bei vernetzten Systemen anderer Hersteller in diesem Verzeichnis ist bei den hier gelisteten Jola-Produkten nicht vorgesehen.
Einordnung des Anbieters
Über 70 Jahre Spezialisierung auf Füllstand und Leckageerkennung
Jola wurde 1952 als Schwesterfirma einer Textilfabrik gegründet, um einen von Josef Lambrecht entwickelten wasserdichten Endschalter zu vermarkten — daraus entstand der heutige Fokus auf Füllstandsregelung und Leckageerkennung.
Zwei Messprinzipien für unterschiedliche Medien
Mit Leckmaster (kapazitiv) und Leckstar (konduktiv) bietet Jola sowohl Sensorik für leitfähige als auch für nicht leitfähige Flüssigkeiten wie Öle — ein Technologie-Mix, der bei vielen anderen Herstellern in diesem Verzeichnis fehlt.
Spezialprodukte für Ortung, Diskriminierung und Kondensat
Über die Kernprodukte hinaus bietet Jola mit dem Localizer 255/2 einen ortenden Liniensensor, mit dem STK einen Kontamination-diskriminierenden Detektor und mit den KWS-Sensoren speziell auf Kondenswasser abgestimmte Flachelektroden — Nischenlösungen, die viele Wettbewerber nicht führen.
Aktuell gültige DIBt-Zulassungen für beide Kernprodukte
Sowohl Leckmaster (Z-65.40-297) als auch Leckstar 101 (Z-65.40-203) sind laut öffentlichem DIBt-Zulassungsregister aktuell gültig zugelassen.
Ex-geschützte Varianten für explosionsgefährdete Bereiche
Beide Produktlinien sind laut Hersteller auch in Ex-zertifizierten Ausführungen erhältlich, relevant für die Lagerung entzündlicher Flüssigkeiten.
Häufige Fragen
Was ist der Unterschied zwischen Leckmaster und Leckstar?
Leckmaster misst kapazitiv und erkennt sowohl elektrisch leitfähige als auch nicht leitfähige Flüssigkeiten (z.B. Öle). Leckstar 101 misst konduktiv über Elektroden und erkennt nur leitfähige Flüssigkeiten wie Wasser, Säuren oder Laugen.
Ist Jola DIBt-zugelassen?
Teilweise. Leckmaster hält die Zulassung Z-65.40-297 (laut Register gültig bis 28.07.2026), Leckstar 101 die Zulassung Z-65.40-203 (gültig bis 22.05.2029). Leckstar 201 nutzt zwar dieselben Plattenelektroden, ist aber als eigenständiges Relais NICHT Teil dieser Zulassung — laut DIBt-Zertifikatstext sind dort nur die Messumformer-Typen Leckstar 101 und 101/S aufgeführt. Für Localizer 255/2, STK, die KWS-Kondenswassersensoren sowie die Leckwatcher/Liqui-Switch/L-Pointer-Schnittstellenfamilie liegt ebenfalls keine öffentlich verifizierte eigene Zulassungsnummer vor.
Was ist der Unterschied zwischen Leckstar 101 und Leckstar 201?
Beide messen konduktiv und sind technisch sehr ähnlich (gleiches Gehäuse, gleiche Betriebsdaten), Leckstar 201 ist jedoch ein eigenständiges Relais-Paar mit abweichender Klemmenbelegung, keine Weiterentwicklung von Leckstar 101. Leckstar 201 wird typischerweise mit flachen Plattenelektroden (PE/PEK/WDX) betrieben, die auch mit dem DIBt-zugelassenen Leckstar-101-Relais kombinierbar sind — der wichtigste Unterschied ist, dass Leckstar 201 selbst nicht DIBt-zugelassen ist.
Für welche Flüssigkeiten eignet sich Jola-Sensorik?
Mit Leckmaster praktisch jede Flüssigkeit, leitfähig oder nicht — etwa Öle, Lösungsmittel, Wasser oder wässrige Chemikalien. Leckstar, Localizer 255/2, STK und die KWS-Kondenswassersensoren sind auf leitfähige, meist wässrige Medien beschränkt.
Was macht der Localizer 255/2 anders als der Leckstar 101?
Der Localizer 255/2 ist ein Liniensensor mit Ortungsfunktion: Er meldet nicht nur, dass eine Leckage vorliegt, sondern über ein Analogsignal auch die Position entlang des Sensorkabels in Metern. Der Leckstar 101 ist ein reiner Punktsensor ohne Ortungsfunktion.
Wofür sind der STK und die Kondenswassersensoren (KWS) gedacht?
Der STK unterscheidet über einen Leitfähigkeits-Schwellenwert einen Kontaminanten (z.B. Säure, Glykol, Gülle) von schwach leitfähigem Hintergrundwasser. Die KWS-Sensoren sind flache Kammelektroden, die speziell auf die Erkennung von schwach leitfähigem Kondenswasser abgestimmt sind, etwa in Auffangwannen unter Klimageräten.
Was sind Leckwatcher, Liqui-Switch und L-Pointer?
Keine eigene Sensortechnik, sondern drei elektronische Ausgangsschnittstellen für dieselbe konduktive/kapazitive Elektrodenpalette: Leckwatcher für SPS/DDC/Feldbus, Liqui-Switch mit Relaiskontakt zur direkten Ventilansteuerung, L-Pointer für NAMUR-Kreise nach EN 50227.
Seit wann gibt es Jola Spezialschalter?
Jola wurde am 3. Dezember 1952 von Karl und Liselotte Mattil in Lambrecht (Pfalz) gegründet, benannt nach dem Elektrotechniker Josef Lambrecht, dessen Erfindung eines wasserdichten Endschalters die Basis des Unternehmens bildete.
Gibt es Ex-geschützte Varianten?
Ja, laut Hersteller sind sowohl Leckmaster als auch Leckstar auch in Ex-zertifizierten Ausführungen für explosionsgefährdete Bereiche erhältlich.
Wie bekomme ich ein Angebot zu Jola-Produkten?
Über die Projektanfrage auf LeakLink — wir qualifizieren Ihre Anforderung und leiten sie kostenlos an passende Anbieter weiter, darunter gegebenenfalls Jola.
Warum ist Jola Spezialschalter auf LeakLink gelistet?
LeakLink arbeitet herstellerunabhängig: Jola ist gelistet, weil das Unternehmen etablierte, DIBt-zugelassene Leckageerkennungstechnik im DACH-Raum anbietet. Über die allgemeine Projektanfrage können Sie Angebote von Jola und anderen passenden Anbietern aus unserem Netzwerk unverbindlich vergleichen.
Dieses Profil basiert auf öffentlich zugänglichen Angaben von Jola Spezialschalter und stellt für sich genommen keine Partnerschaft, Kooperation oder Beauftragung durch Jola Spezialschalter dar.